Verhaltenskodex


Verbindliche Vereinbarungen im Kollegium zum Umgang mit Risikosituationen

Die aufgestellten Verhaltensregeln gelten im schulischen Kontext, während Unterricht, Beratung, digitalen Konferenzen und Exkursionen. Alle Lehrkräfte, Mitarbeitenden und Auszubildenden tragen Verantwortung für ein sicheres, respektvolles und professionelles Lernumfeld.

 

Respekt und Wertschätzung

  • Alle Auszubildenden erfahren gleiche Wertschätzung. Lehrkräfte gestalten eine angstfreie, transparente Lern- und Arbeitsatmosphäre und handeln dabei authentisch und dem beruflichen Kontext angemessen.
  • Lehrkräfte nehmen ihren Beratungsauftrag verantwortungsbewusst wahr und führen Gespräche in geeigneten Räumen.
  • Lehrkräfte wahren in Verhalten, Gestik und Mimik eine professionelle Nähe-Distanz-Balance.
  • Die Kommunikation erfolgt respektvoll, reflektiert, sensibel, grenzwahrend und antidiskriminierend.
  • Die Schulgemeinschaft tritt aktiv gegen jede Form von Gewalt, Machtmiss-brauch sowie diskriminierendes, abwertendes oder sexualisiertes Verhalten auf. Dazu zählen auch entsprechende Sprache, Gestik oder Handlungen.
  • Kleidung wird so gewählt, dass persönliche, kulturelle und religiöse Grenzen anderer respektiert werden.

 


Persönlichkeitsrechte und digitale Sicherheit

  •  Körperkontakt erfolgt achtsam, situationsangemessen und nur mit Zustimmung der betroffenen Person. Unerwünschte Berührungen sind untersagt.
  • Persönliche Daten und digitale Kommunikation werden vertraulich, datenschutzkonform und professionell behandelt. Für schulische Belange we-den ausschließlich offizielle Kommunikationswege genutzt.
  • In sozialen Netzwerken und auf schulischen Plattformen wird der Schutz der Persönlichkeitsrechte gewahrt.
  • Foto- und Videoaufnahmen dürfen nur mit Einwilligung der Betroffenen erstellt oder veröffentlicht werden.


Verantwortung in Ausbildungsbetrieben

  • Schutz und Prävention gelten gleichermaßen an schulischen und betrieblichen Lernorten.
  • Auszubildende werden darin unterstützt, ihre Rechte im Betrieb wahrzunehmen und bei Bedarf Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Die Franziska-von-Hohenheim-Schule begleitet und unterstützt bei Problemen im Betrieb und vermittelt bei Bedarf interne und externe Ansprech-stellen unter Wahrung der Vertraulichkeit.


Schulung und Sensibilisierung

  • Lehrkräfte und Mitarbeitende nehmen regelmäßig an Fortbildungen zur Prävention hinsichtlich sexualisierter Gewalt teil.
  • Die Schulgemeinschaft wird kontinuierlich für Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und respektvolle Kommunikation sensibilisiert.


Reaktion auf Vorfälle

  • Hinweise auf Grenzverletzungen werden unverzüglich ernst genommen und geprüft. 
  • Betroffene erhalten Schutz und Unterstützung. 
  • Verstöße gegen den Verhaltenskodex werden konsequent verfolgt. 
  • Für Beratung und Meldungen stehen interne sowie externe Ansprechstellen zur Verfügung. 


Transparenz, Beschwerdewege und Beteiligung

  • Die Schulgemeinschaft wird regelmäßig über Inhalte, Ziele und Umsetzung des Verhaltenskodex informiert.
  • Es bestehen klare, transparente und niedrigschwellige Beschwerdewege für alle Beteiligten.
  • Meldungen können auf Wunsch anonym erfolgen (Briefkasten der Franziska-von-Hohenheim-Schule in der Industriestraße und der Filderhauptstraße).
  • Auszubildende werden aktiv ermutigt, Rückmeldungen zu geben und an der Weiterentwicklung des Verhaltenskodex mitzuwirken.
  • Hinweise auf Missstände führen nicht zu Benachteiligungen für die meldende Person.

Dieser Verhaltenskodex stellt einen wichtigen Baustein zur Sicherung und kontinuierlichen Weiterentwicklung der Qualität pädagogischer Arbeit dar. Er fördert einen professionellen und verantwortungsbewussten Umgang in der Gestaltung von Beziehungen zwischen allen am Schulleben Beteiligten und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Schulentwicklung.

 


Landwirtschaftliche Schule Stuttgart-Hohenheim

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